Lustig, lustig (Aventurien-Version)

  Kürenberger  

Akkorde


C
Lustig, lustig, ihr lieben Brüder
                       F
Leget all eure Arbeit nieder
C                               G               
und trinkt ein Glas des kühlen Weins
C                        G      C
und trinkt ein Glas des kühlen Weins


Auf die Gesundheit aller Brüder
die da noch reisen auf und nieder
ja das soll'n unsre Freunde sein
 
Darauf wollen wir lustig saufen
Schöne Mädchen wollen wir kaufen
Ja das soll unser Handwerk sein


Refrain:
Denn unser Handwerk, das ist verdorben
Die besten Saufbrüder sind gestorben
Es lebe keiner mehr als ich und du.
Es lebe keiner mehr als ich und du.
 

Nun wollen wir aufs Schifflein setzen
Und unser junges Herz ergötzen
Wir wollen fahren auf die See.
 
In Khunchom hab ich es angefangen
nach Festum stand dann mein Verlangen
Das schöne Bornland hab ich längst gesehen.
 
Schifflein, Schifflein, du musst dich wenden.
Du musst den Bug nach Riva lenken.
Hinzu der Nordländschen Hafenstadt.
 
Tief im Eise bei den Nivesen 
sind wir einmal kurz sogar gewesen.
In der weißen Bernstein-Bucht.
 
Dann wollten wir noch ein Premer Feuer
und traten ein in des Thorwals Heuer.
Raus auf die raue, stürm'sche See.
 
Dann müssen wir noch etwas holen
und fahren weiter nach Eslamsroden.
Das Orkland haben wir knapp überlebt.
 
Und auch in Netha, Vinsalt, Kuslik
machte uns der Rebwein lustig.
Bis selbst der Jaquir schien uns schön.
 
Über'n Liebfelder machten wir Witze,
wie er sich kleidete in Droler Spitze.
Seinen Degen bekamen wir zu spür'n.
 
Über das Kosh-Gebirg der Zwerge
zogen wir über die Berge
hin in die Kaiserstadt Gareth.
 
Als wir durch trahel'sche Lande zogen
haben wir so manchen Wirt betrogen
Doch seine Tochter war uns gut genug.
 
Nach Al'Anfa möcht ich hinein
in der Stadt des Rabengottes sein
und in den Kneipen kehren ein
 
In Mherwed wolln wir unser Glück probieren
nach Unau wird uns der Weg dann führen
so kommen wir in die Wüste Khom,
wo der Kalif winkt mit gutem Lohn.
 
Und wer dies alles hat gesehen
der kann getrost nach Hause gehen
und nehmen sich ein junges Weib
 
Ich hatte manchen blanken Gulden
heute hab ich 'ne Menge Schulden
Doch einen Humpen für der Seele Ruh
 
Schlagt ein die Fässer und laßt es laufen
wir wollen heute noch einen saufen
denn Rahjas Reich ist uns heut nah.
 
Und sollte wirklich noch einer leben
so soll Freund Boron ihm den Abschied geben
denn er macht ihm das Leben sauer




Langfassung:

Wir wollen ziehen durch die Lande,
und dabei lösen alle Bande,
uns von der Knechtschaft machen frei

Von Punin geh’n wir den Yaquir nach Norden,
genießen edle Rebensorten,
dort in der schönen Stadt Ragath

Und über Äcker, Felder Wiesen,
wo wir so manchen Krug genießen,
bis in die Kaiserstadt Gareth

Auf der Reichsstraße geht’s nach Westen,
in Ferdok schmeckt das Bier am Besten
am Großen Fluß besteigen wir ein Schiff

Im Kosch da gibt es viele Zwerge,
und gar Tavernen tief im Berge,
wir trinken auf die Gastfreundschaft

Nachdem wir Kyndoch dann passieren,
und wir im Würfelspiel zu oft verlieren,
lädt uns Albernia freundlich ein

Nun wollen wir uns aufs Schifflein setzen
Und unser junges Herz ergötzen
Wir wollen fahren auf die See.

Denn von Havena geht es nun gen Firun,
und meine Brüder werden’s mir wohl gleichtun,
in Thorwal gibt es guten Met

Und auch in Prem lässt sich’s trefflich saufen,
und auch endlich mal wieder raufen,
bis jeder dann am Boden liegt

Weiter, weiter, führt die Reise,
wendt’ sich zu dem ew’gen Eise,
auf Yetiland gefriert selbst Rum

Schifflein, Schifflein, du musst dich wenden.
Du musst den Bug nach Riva lenken.
Hin zu der Nordländ’schen Hafenstadt.

So zieh’n wir weiter zu den Nivesen,
doch sind wir dort nur kurz gewesen,
es ist ein weites kaltes Land

Selbst das Bornland tat ich bereisen,
und das will schon etwas heißen,
weil dort die Welt zu Ende ist

Dann geht es endlich Richtung Süden,
doch zu den Tobriern den Prüden,
hier fahr’n wir lieber weiter schnell

In Beilunk sollt’ sich ein Landgang lohnen,
denn manchmal sieht man hier gar Amazonen,
doch vor den Magierinnen hüte dich

Nach Zorgan tun wir uns nun begeben,
wo die schönsten Frauen leben,
Aranien ist ein lieblich Land

Auf Maraskan konnt ich gut verzichten,
denn dort wollt’ man uns vergiften,
mit Phexens Hilfe hab’n wir überlebt

Nach Khunchom stand nun mein Verlangen,
dort sind wir auch an Land gegangen,
es ist die schönste Stadt der Welt

In Mherwed woll’n wir unser Glück probieren
nach Unau wird uns der Weg dann führen
so geht es in die Wüste Khom,
wo der Kalif winkt mit gutem Lohn.

Doch diese Reise konnt’ ich nicht genießen,
weil sie hier keinen Wein ausgießen,
denn die Novadis sind ein komisch’ Volk

Wie tat ich mich über Selem freuen,
und diesen Ausflug nicht bereuen,
dort gab es Wein, Weib, und Gesang

Wir sind erneut zur See gefahren,
auf einem Schiff voll Handelswaren,
darunter Fässer mit Boronswein

So sind wir nach Al’Anfa gekommen,
dort war von Rauschkraut ich bald benommen
und fand mich auf dem Sklavenmarkt

Mit knapper Not konnte ich entschwinden,
im Borontempel tat mich niemand finden,
nachts schlich ich heimlich auf ein Schiff

Auf Altoum gibt es im Wald nur Wilde,
dank dieser Seefahrt bin ich im Bilde,
ich wünschte mir ein Mägdelein
und einen Becher guten Wein

Trahelien ist ein Land der Trauer,
wär’ dort nicht Handwerker gern noch Bauer,
es stinkt nach Moder und nach Sumpf

In Brabak gibt’s endlich wieder Leben
in ein Bordell hab ich mich begeben
hier kann der Seemann glücklich sein

Als wir durch Drôl’sche Lande zogen 
hab’n wir so manchen Wirt betrogen
Doch seine Tochter war uns gut genug.

Über Liebfelder machten wir Witze,
denn sie tragen Seide und Spitze,
doch ihre Degen kriegten wir zu spür’n 

Und auch in Neetha, Vinsalt, Kuslik
Macht’ uns der Rebwein wieder lustig.
Bis selbst der Yaquir schien uns schön.

Und wer dies alles hat gesehen
der kann getrost nach Hause gehen
und nehmen sich ein junges Weib

Ich hatte manchen blanken Gulden
heute hab ich eine Menge Schulden
Doch einen Humpen für der Seele Ruh

Schlagt ein die Fässer und lasst es laufen
wir wollen heute noch einen saufen
denn Rahjas Reich ist uns heut nah.

Und sollte wirklich noch einer leben
so sollte Boron ihm den Abschied geben
denn er macht ihm das Leben sauer


(Melodie/Liedidee traditionell / Text: Vivienne Meier (Talea) & Gunther Dürrschmidt)