In den letzten Tagen hab ich angefangen mein neues BeagleBoard zu konfigurieren. Zunächst einmal musste ich feststellen dass das Board nach jedem Reset eine neue MAC-Adresse bekommt – liegt wohl am Treiber für das Netzwerkinterface. Leider kann ich dadurch meinen DHCP-Server nicht anweisen, dem Beagle jedes Mal die gleiche IP-Adresse zuzuweisen. Das Board hat deshalb jetzt eine IP-Adresse die der DHCP-Server hoffentlich so schnell nicht vergeben wird 
Informationen dazu und einen Workaround gibt’s im GigaMegaBlog.
Ich hatte beschlossen meinem neuen “Miniatur-Homeserver” zunächst einen NFS-Server zu spendieren. NFS (in einer älteren Version) soll ja auf Rechnern mit wenig Arbeitsspeicher sehr performant laufen. Nutzerauthentifizierung etc. brauche ich hier im privaten Netz nicht und die UIDs kann ich bei drei Rechnern grad noch so manuell einheitlich halten 
Außerdem hatte ich irgendwie im Hinterkopf, dass NFS vergleichsweise einfach einzurichten sei. Installieren, alle “Freigaben” in die Datei /etc/exports eintragen, Server starten und fertig. War auch alles schnell gemacht… zumindest in der Theorie ^^
Mein Hauptproblem war, dass ich die NFS-Freigaben vom Client aus nicht mounten konnte. Die lapidare Fehlermeldung “Permission denied” war nur bedingt aussagekräfitg, kam sie doch auch wenn ich versuchte ein nicht-existentes Export zu mounten. Ich habe deshalb mehrere Tage mit den verschiedensten Optionen und Einstellungen herumexperimentiert, Manpages gelesen, im Netz recherchiert und Kollegen um Rat gefragt. Schlussendlich beschloss ich, das Problem beim Client zu suchen. Vielleicht liegt’s ja an meinem Ubuntu? Ich wollte es deshalb mal vom Fedora-Rechner meiner Freundin aus versuchen. Erst bei der Recherche, in welchem Fedora-Paket die NFS-Utils stecken, fand ich den entscheidenden Hinweis in einem Fedora-Forum (lustigerweise ging’s da um was völlig anderes): Ich musste beim Mounten noch die zu verwendende Protokollversion (Option nfsvers=2) angeben. Oft sind es die einfachsten Lösungen, die die größten Probleme lösen
Ich kann jetzt also auf einen zentralen Netzwerkspeicher zugreifen. An den Dateizugriffsrechten ist noch etwas Feintuning notwendig (irgendjemand ‘ne Idee, wie man unter Ubuntu ohne root-Login seine UserID ändern kann?), aber im Großen und Ganzen funktioniert’s. Ich bin mir auch noch nicht sicher ob die acht NFS-Forks (Standardeinstellung) tatsächlich gebraucht werden und möchte sie deshalb bei Gelegenheit mal testweise auf drei oder so verringern.
Natürlich konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und habe gleich mal ein paar Mp3-Dateien auf meinen neuen NFS-Server kopiert — rein vom Gefühl her geht das Kopieren der Daten schneller als über Samba. Außerdem kann NFS gescheit mit Sonderzeichen in Dateinamen umgehen (Samba scheitert immer mal an russischer Rockmusik
). Das Abspielen eines Mp3-Albums vom NFS-Share funktioniert auf dem Client absolut problemlos und ohne Verzögerungen. Ich bin mal gespannt wie das bei einer etwas höheren Systemauslastung aussieht, z.B. wenn man nebenbei noch den Webserver bemüht, mehrere Clients gleichzeitig Musik hören oder ein Datenbankserver Arbeit bekommt.
Das nächste größere Projekt wird wohl der Webserver werden. Apache2 erscheint mir im Moment als die beste Wahl, einfach weil ich dazu vermutlich am meisten Doku finde. Vor der PHP-Konfiguration graut’s mir tatsächlich ein wenig…